Sainsmart CR-10 Erstes Fazit

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Sainsmart CR-10 Erstes Fazit

Posted in : Bastelstube on by : Christian Kroiß

Der CR-10 im Ganzen

Der Sainsmart CR-10 (Nachbau des Creality CR-10) ist vom Aufbau her ein solides Gerät mit guter Druckqualität. Der offene Aufbau mag für einige ein Nachteil sein, ich persönlich finde es gut, da man hier selbst sehr einfach Anbauteile an die Aluprofile anbringen kann. Ausgestattet ist er mit einem Bowdenzug Extruder und einem beheizten Druckbett.
Mangelhaft ist die mitgelieferte Anleitung, wobei man zugeben muss: Wenn man keine zwei linken Hände hat bekommt man den Drucker innerhalb kürzester Zeit aufgebaut. Er ist ohnehin fast komplett vormontiert.

Die Steuereinheit

Die Steuereinheit besteht aus einem monochromen LCD und einem Drehknopf. Die Bedienung ist an sich sehr einfach, über den Drehknopf können Menüpunkte ausgewählt werden, ein Druck darauf wählt ihn aus. Die Menüführung ist nach kurzer Einarbeitung einfach zu bedienen.
Etwas negativ fällt der Gehäuselüfter der Einheit auf. Er ist deutlich zu hören, stört aber in der Regel nicht. Es gibt Anleitungen im Internet um den Luftfluss im Gehäuse zu optimieren und ihn so leiser zu machen.
Eine weitere sinnvolle Verbesserung ist der Druck eines größeren Filamenthalters, da der mitgelieferte doch ziemlich kurz ist und 1 KG Rollen schlecht unterbringen kann.

Lautstärke

Apropos Lautstärke: Der Drucker erzeugt durch die Schrittmotoren ein surrendes Geräusch, wie man es damals von Scannern kannte. Das ist völlig normal und in der Regel auch nicht störend. Es kann aber passieren, dass sich die Vibrationen auf den Untergrund übertragen und der Tisch inklusive Boden zum Resonanzkörper werden. Ist dies der Fall wird der Drucker exorbitant laut. Abhilfe schafft hier eine Gummimatte unter den Drucker um ihn vom Untergrund zu entkoppeln.

Das Druckbett

Das Druckbett ist beweglich auf der Y-Achse angebracht und beheizbar. Temperaturen bis 80 Grad sind ohne Probleme möglich, alles darüber ist aber problematisch, da das Bett die Temperatur zwar erreichen, aber nicht konstant halten kann. Mein nächstes Projekt ist ein Gehäuse für den Drucker, eventuell wird es damit leichter die Temperatur zu halten.
Ein Nachteil am beheizten Druckbett ist die Verkabelung, da diese durch die Bewegung des Bettes belastet wird. Hier empfiehlt es sich auf jeden fall einen Knickschutz zu drucken und am Druckbett zu befestigen.

Der Extruder

Der Extruder selbst ist nicht auf der X-Achse befestigt. Dadurch verringert sich die bewegte Masse auf der Achse und die Z-Achse hat dadurch weniger Spiel auf der nicht-angetriebenen Seite (Mein Druckermodell hat nur eine Z-Achse, die andere Seite wird durch Rollen am Profil gehalten).
Auch hier gibt es einen kleinen Nachteil: Das Filament wird sehr nah an der Z-Spindel geführt wodurch es durch Schmiermittel verunreinigt werden kann. Hier empfehle ich eine Filamentführung zu drucken, die das Filament von der Spindel wegführt.

Wenn man die Bewegungen des Extruders besser sichtbar machen möchte kann man eine Extruder Flagge anbringen. Diese habe ich selbst konstruiert. Das Modell werde ich hier hochladen.

Druckqualität

Die Druckqualität mit PLA finde ich gut. Ein gut eingestelltes Druckbett ist aber das A und O eines guten Druckes. Ich habe einige Drucker im Lokalen Fachhandel gesehen, die (sehr viel) mehr kosten als meiner und das Druckergebnis war absolut schlecht.
Wie die Qualität mit ABS aussieht kann ich (noch) nicht sagen, da ich es bisher nicht getestet habe.

Mein Fazit

Es ist ein solides Gerät und durch die Vormontage kann man auch sehr schnell loslegen. Die ersten gedruckten Teile sollten aber die kleinen Verbesserungen für den Drucker sein, damit man möglichst lange Freude daran hat.

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